Great Crisis Riseup http://gcr.blogsport.de Mon, 01 Apr 2013 21:18:59 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en 23.März: Solifest für Griechenland http://gcr.blogsport.de/2013/04/01/23-maerz-solifest-fuer-griechenland/ http://gcr.blogsport.de/2013/04/01/23-maerz-solifest-fuer-griechenland/#comments Mon, 01 Apr 2013 21:15:21 +0000 Administrator Allgemein http://gcr.blogsport.de/2013/04/01/23-maerz-solifest-fuer-griechenland/

Wir dokumentieren hier einen Bericht von Wladek Flakin aus der Jungen Welt:

200 Menschen auf einem Fest für Griechenland in Berlin
Von Wladek Flakin
Samstag abend in der Hellenischen Gemeinde in Berlin-Steglitz. Ein älterer Herr, klein und im gepflegten Anzug, lächelt und schwankt zur Musik, ein Gläschen Ouzo in der Hand. Ihm gegenüber steht Holger Burner, ein junger Hamburger Rapper, der ins Mikro brüllt: »Nichts ist so schön wie ein rebellischer Geist!« Diese Vereinigung verschiedener Welten war auf einem Solidaritätsfest für Griechenland mit über 200 Besuchern zu beobachten: Alte und Junge kamen zu politischen Reden und Hochprozentigem mit Anis, zu griechischer Volksmusik und Souvlaki.

Stefan Schneider vom Griechenland-Solidaritätskomitee schilderte die wachsende Repression in Hellas, wo gegen Streikende das Kriegsrecht angewendet wird, aber auch den wachsenden Widerstand. Solidarität müsse »stets praktisch sein«, so Schneider, denn Griechenland sei »nur ein Testfeld für schärfere Maßnahmen gegen die Arbeiterklasse in ganz Europa«. Gesine Lötzsch, Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, betonte in einer spontanen Rede, ständig werde von den Schulden des griechischen Staates gesprochen, während sich die BRD noch immer weigere, Reparationszahlungen in Höhe von 7,1 Milliarden US-Dollar für die während des Zweiten Weltkrieges in dem südeuropäischen Land begangenen Greuel zu leisten.

Der Hellenischen Gemeinde in Berlin droht derzeit die Kürzung von Fördermitteln des Landes – auch dagegen wollten die Organisatoren der Party ein Zeichen setzen. Zum 1. Mai wird das Solikomitee eigene Blöcke auf den Berliner Demonstrationen organisieren. In der gleichen Woche werden Arbeiter aus Griechenland auf einer Podiumdiskussion von ihren Erfahrungen berichten.

http://griechenlandsolidaritaetberlin.blogsport.eu

Fotos: dropbox.com

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13. März: Aktionstag gegen EU-Gipfel http://gcr.blogsport.de/2013/03/11/13-maerz-dezentraler-aktionstag/ http://gcr.blogsport.de/2013/03/11/13-maerz-dezentraler-aktionstag/#comments Mon, 11 Mar 2013 14:10:30 +0000 Administrator Allgemein http://gcr.blogsport.de/2013/03/11/13-maerz-dezentraler-aktionstag/

Im Rahmen von dezentralen europaweiten Protesten gegen den EU-Gipfel der Morgen in Brüssel beginnt, versammelten sich heute ab 15 Uhr am Mieterinnenprotestcamp „Kotti&Co“ am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg ca 80 Personen zu einer Kundgebung. Aufgerufen zu der Protestkundgebung hatte die Blockupy Plattform Berlin, ein Zusammenschluss von verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen welcher zu einer breiten berliner Mobilisierung zu den antikapitalistischen Aktionstagen am 31.Mai und 1.Juni in Frankfurt am Main beitragen will. Unter dem Motto „for a Europe Spring“ fanden zeitgleich in zahlreichen weitern europäischen Ländern Proteste statt. Für Donnerstag wurde zu einer zentralen Demonstration in Brüssel aufgerufen, welche von der Polizei verboten worde. Auch gegen den präventiven Aufbau eines europäischen Polizeistaates richtete sich deshalb der Protest. An zahlreichen Stellwänden und Infotischen konnte sich über die geplanten Aktionen in Frankfurt 2013 und die Aktionen im letzten Jahr informiert werden. Verschiedene politische Initativen stellten in Redebeiträgen ihre Arbeit vor.

Im Rahmen der Kampagne „Great Crisis Riseup“ beteiligten sich auch Aktivist_innen der ARAB an der Kundgebung. In der Nacht zuvor waren rund um den Kotti 20 grossflächige Plakte der Kampagne angebracht worden, die zu den Aktionen in Frankfurt und zur 1.Mai-Demo in Berlin mobilisieren. Auf der Kundgebung waren Aktivist_innen mit Schildern, Roten Fahnen und einem Transparent präsent. Vom Dach des Südblocks am Kottbusser Tor grüssten vermummte Aktivist_innen die Kundgebung mit einem Transparent auf dem „Great Crisis Riseup 3″ und das Wort „Solidarität“ in Englisch, Griechisch und Spanisch stand. Wir hoffen darauf das es den Genoss_innen in Brüssel heute gelingt das Demonstrationsverbot zu durchbrechen und ein kräftiges Zeichen gegen die vor allem von Deutschland vorangetriebene Krisenpolitik zu setzen.

In diesem Kontext wollen wir in den nächsten Wochen unsere Aktivitäten verstärken. Für eine breite Mobilisierung zur revolutionären 1.Mai-Demonstration in Kreuzberg und zu den Bloccupy-Aktionen in Frankfurt am Main. Am Samstag wird ein Genosse in der Technischen Universität im Rahmen des „internationalen Symposium gegen Isolationshaft“ zur Krise in Griechenland und der Rolle des deutschen Imperialismus sprechen, auch Gewerkschaftlern und Sozialisten aus der Türkei, Bulgarien und Italien werden an der Diskussion teilnehmen. Danach wird die bekannte türkische Band „Grup Yorum“ und weitere Künstler im Audimax auftreten. Am 23.März laden wir gemeinsam mit dem Griechenland-Solidaritätskomitee zu einem Großes Griechenland Solidaritätsfest ab 17 Uhr in die Räume der Hellenischen Gemeinde. Mit dabei sind u.a. Kostas Papanastasiou (Terzo Mondo und aus der Serie ‚Lindenstraße’), Rolf Becker (Schauspieler), einer griechischen Tanzgruppe, dem Rapper Holger Burner und dem iranischen Rapper Kaveh Ahanger und der Karabettist Gerald Wolf.

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Audio-Mitschnitt: Antifa Griechenland Veranstaltung http://gcr.blogsport.de/2013/03/02/audio-mitschnitt-antifa-griechenland-veranstaltung/ http://gcr.blogsport.de/2013/03/02/audio-mitschnitt-antifa-griechenland-veranstaltung/#comments Sat, 02 Mar 2013 05:58:15 +0000 Administrator Allgemein http://gcr.blogsport.de/2013/03/02/audio-mitschnitt-antifa-griechenland-veranstaltung/ Mitschnitt der Veranstaltung der antifagriechenland.blogsport.de

soundcloud.com // archive.org // mega.co.nz (download)

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Nichts ist vorbei. Der Generalstreik in Griechenland. Ein Erlebnisbericht http://gcr.blogsport.de/2013/02/20/nichts-ist-vorbei-der-generalstreik-in-griechenland-ein-erlebnisbericht/ http://gcr.blogsport.de/2013/02/20/nichts-ist-vorbei-der-generalstreik-in-griechenland-ein-erlebnisbericht/#comments Wed, 20 Feb 2013 19:26:24 +0000 Administrator Allgemein http://gcr.blogsport.de/2013/02/20/nichts-ist-vorbei-der-generalstreik-in-griechenland-ein-erlebnisbericht/ Dutzende Generalstreiks hat Griechenland seit dem Beginn der Krise erlebt. Einige mit Streikdemonstrationen, an denen sich Hunderttausende beteiligten, mit Massenmilitanz und der wirklich in der Bevölkerung vorhandenen Hoffnung, nun beginne der Anfang vom Ende der ganzen Scheiße. Auch für heute, den 20.2.2013, haben die Gewerkschaftsdachverbände GSEE und ADEDY, die kommunistische Gewerkschaftsfront PAME sowie eine Reihe von Basisgewerkschaften, anarchistischen, kommunistischen und linken Gruppen zum Generalstreik aufgerufen. Im Mittelpunkt stand – wie könnte es anders sein – der Protest gegen die brutale Verarmungspolitik, mit der die Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Antonis Samaras inspiriert von der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF das Land überzieht. Deren Eckpunkte: Massenarbeitslosigkeit (27 Prozent bei der Gesamtbevölkerung, 62 Prozent bei Jugendlichen unter 24), Deindustrialisierung, Privatisierungen, rasantes Lohndumping (durchschnittlicher Rückgang um 40 Prozent), die Abschaffung von Kollektivverträgen, die Zerstörung des Sozial-, Renten- und Gesundheitssystems, die Aushebelung des Streikrechts mittels „Notstandsverordnung“ – die Liste ist lang.

Im folgenden wollen wir einige Eindrücke des langen Tags der Apergia, des Streiks, mit euch teilen.

Manche muss man zwingen – zu Gast bei der Geniki Taxydromiki
Der Tag beginnt früh. Um ein Uhr nachts macht sich eine Kolonne aus dutzenden Autos und Motorrädern auf dem Weg zu einem Unternehmen, der Geniki Taxydromiki. Der Konzern bietet Kurierdienste an, er arbeitet als ein Zusammenhang verschiedener Standorte, vieles ist outgesourct. Einer der outgesourcten Betriebe sei vor kurzem Pleite gegangen, die Arbeiter ohne Job und die ausständigen Löhne bekommen sie auch nicht mehr, erzählt ein Genosse. Vonseiten der Geniki Taxydromiki heißt es, man sei nicht zuständig für das ehemalige Franchise-Unternehmen.

Jedenfalls gibt es bei dem Kurierdienst eine hauseigene Gewerkschaft, der man Nähe zur PASOK, den Sozialdemokraten, nachsagt, und die wollen sich nicht am Streik beteiligen. Da aber doch einige Arbeiter der Branche streiken wollen, laufen um zwei Uhr morgens um die siebzig Anarchisten, Basisgewerkschafter und andere Aktivisten auf und sperren die Einfahrten. Es gibt Kaffee und Musik, hin und wieder treffen Polizeiwagen ein, bleiben aber auf Distanz, um später vollends abzuziehen. Ärger gibt es keinen, und wirklich schließt der Betrieb etwa um 8 Uhr die Tore. Wir schlafen zwanzig Minuten im Auto und machen uns auf den Weg zur großen Streikdemo.

Auftakt der PAME – „like an army“
Traditionell trifft sich die der kommunistischen Partei KKE nahestehende Gewerkschaftsfront PAME an einem anderen Ort als der heterogene Rest der Demonstration, und auch um eine halbe Stunde früher, nämlich um 10 Uhr 30 am Omonia-Platz. Um 10 Uhr 15 treffen wir dort ein und sind etwas verwundert, dass sich nur wenige hundert Menschen rund um die im Zentrum des Platzes aufgestellte Bühne versammelt haben. Noch überraschter sind wir allerdings, als Punkt 10:30 tausende von PAME-Mitgliedern, zum Teil in geketteten Reihen aus allen Straßen rund um den Platz strömen. Wenige Tage zuvor haben wir uns mit einem Anarchosyndikalisten über PAME unterhalten. Bei aller Kritik, die er anzubringen hatte, hob er doch einen Punkt hervor: „They are like an army. If they say, we will have tenthousand people at this time on this place, they are there.“ Es ist tatsächlich ein für an die linksradikale Zeitwahrnehmung der Bundesrepublik gewohnte Aktivisten ungewohntes Schauspiel. Die Disziplin und Geschlossenheit der PAME lässt uns staunend zurück. Warum sie sie nicht öfter einsetzt, um – wie etwa wenige Tage zuvor beim Streik der Seeleute – den Sondereinsatzbullen der MAT zu zeigen, dass die Arbeiterklasse sich wehren kann, bleibt uns ein Rätsel. Wir bleiben noch kurz, plaudern mit einigen Genossen, die die Parteizeitung „Rizospastis“ verkaufen und gehen dann zur anderen Demonstration, auf der andere unserer Genossen laufen.

Bunt und groß
„Andere“ Demonstration ist eigentlich übertrieben. Denn die Sammelpunkte liegen gleich ums Eck, auf der Straße des 28. Oktober und der Bereich zwischen Polytechnikum und Omonia-Platz füllt sich zunehmend mit so vielen Menschen, dass ohnehin nicht absehbar ist, wo die Grenze sein soll. Insgesamt werden es mehrere Zehntausend sein an diesem Tag, genauere Schätzungen trauen wir uns nicht zu. Keine der größten Demos der letzten Jahre, aber auch keine kleine Demo.

Dort, vor dem Polytechnikum, sieht es anders aus als auf dem Omonia-Platz. Es ist nicht eine, straff organisierte Gruppe, die hier aufläuft, sondern hunderte verschiedene Stadtteilinitiativen, Basisgewerkschaften, linksradikale und autonome Gruppen, Anarchisten, Maoisten, Trotzkisten, auch linksreformistische Parteien wie SYRIZA und ANTARSYA. Ganz hinten, vor der mit Farbbomben verschönerten Zentrale des DGB-Äquivalents GSEE stehen auch noch ein paar dutzend Menschen; beeindruckend ist es aber keineswegs, was der kapitalismuskonforme Gewerkschaftsdachverband noch an Restmobilisierungsfähigkeit aufzubringen hat. Die Straße füllt sich, dutzende Banner und Hochtransparente sind da, bis es letztlich losgeht, vergehen noch ein, zwei Stunden. Wir plaudern, jeder spricht über Politik, aber schon jetzt ist abzusehen, dass es nicht unbedingt Zuversicht ist, die die Menschen an diesem sonnigen Mittwoch ausstrahlen.

Latschdemo Deluxe
Der Rest ist rasch erzählt, aber schwer einzuschätzen. Wir laufen mehr oder weniger laut Parolen rufend in einem beeindruckend langen, aber auch beeindruckend aktionsschwachen Demozug bis zum Syntagma-Platz, einmal um ihn herum und dann nach Hause. Am Syntagma-Platz und in allen angrenzenden Straßen und Nebengassen lauern jede Menge Cops, wie üblich im Bürgerkriegsstyle mit Gasmaske und Schild. Man wartet, ob etwas passiert, ob sich die angestaute Wut vor dem Parlament entlädt – doch es bleibt ruhig. Damit´s doch noch mal knallt und weil es die martialisch auftretenden MAT-Bullen wohl auch nicht ohne haben können, schießen sie, da sind wir schon längst auf dem Rückweg, noch ein paar Blendgranaten und ein bisschen Tränengas in die Demo, es kommt zu einigen Auseinandersetzungen. Es sei die friedlichste Demo, die er je erlebt hat, sagt mir ein Genosse. Erfreut klingt das nicht. Und wirklich, wer in einer Situation wie dieser, unter den Bedingungen einer autoritären polizeistaatlich abgesicherten Form kapitalistischer Totalverarmung, meint, friedliche Demos seien zu irgendetwas gut, hat entweder Angst oder glaubt nicht mehr daran, dass etwas zu gewinnen ist, oder hat nicht alle Tassen im Schrank.

Wir gehen nach Exarcheia. Hier kommt es dann doch noch zum üblichen Geplänkel, brennende Mülltonnen, ein entglastest Juppiekaffee, ein paar kleinere Angriffe auf und von Bullen, Tränengas – Katz-und-Maus-Spiel mit nur wenig Sinn und Perspektive.

Alles vorbei?
Erinnert man sich an jene Szenen vom Syntagma-Platz in den letzten Jahren, bei denen Zehntausende ehrlich wütend und empört, aber auch hoffnungsvoll versuchten, das Parlament zu stürmen oder sich zumindest nicht von den Bullen vom Platz scheuchen zu lassen, so hat der heutige Generalstreik einen faden Beigeschmack. Hinzu kommt, dass viele Bereiche der Wirtschaft von Streik augenscheinlich wenig betroffen waren. Geschäfte waren überall offen, man konnte mit der Metro zur Demo fahren, Busse fuhren, der Block der Gemeindearbeiter war viel kleiner als in vorangegangenen Demonstrationen (eine tatsächliche Einschätzung der Beteiligung am Streik soll das aber nicht sein, nur ein erster subjektiver Eindruck). Zudem ist anzumerken, dass mit den Notstandsverordnungen der Regierung gegen Seeleute und Metro-Arbeiter zwei wirklich bedeutende Niederlagen der griechischen Arbeiterbewegung erst wenige Tage zurückliegen.

Woran liegt das? Ein Genosse erklärt mir, dass die 24-stündigen Generalstreiks – für uns aus Deutschland unvorstellbar große Dinger, hier eher Routine – zwar zum einen Mobilisierungsfähigkeit und Organisierungsgrad der Widerstandsbewegung steigern können, zum anderen aber eben auch Ventile sind, mittels derer man kontrolliert den Druck aus dem Kessel lassen kann. Hinzu kommen die Frustrationserlebnisse, wenn du zehn oder mehr Generalstreiks in den letzten Jahren mitgemacht hast, sich aber dennoch nichts, aber auch schon gar nichts zum Besseren verändert hat.

Die in den letzten Jahren oft übliche Massenmilitanz, die bei weiten Teilen der Bevölkerung auf Zustimmung stößt, konnte wenigstens noch jenes Selbstbewusstsein erzeugen, dass auch dieser sich so martialisch gebärdende Staat nicht unangreifbar ist. „When we are fighting in the streets, we are fighting our own fear“, hat eine Genossin vor einigen Tagen im Gespräch gesagt. Nun scheint allerdings die Angst zu überwiegen. Die (sehr verständliche) Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, wenn man trotz Dienstverpflichtung weiter streikt, die (nachvollziehbare) Angst von den Bullen, die ohne jedwede Rücksicht auf Verluste vorgehen, ernsthaft verletzt zu werden, wenn man seiner Wut freien Lauf lässt. Auf der anderen Seite führt die Abkehr der Massen von der Militanz dazu, dass sie entweder zum angesichts des bereits erreichten Niveaus eher kindisch wirkenden Katz-und-Maus-Spiel inklusive Mülltonnenbrand zurückgestuft wird, oder sich zum Handwerk kleiner, hochprofessioneller Gruppen wie den Feuerzellen entwickelt, wodurch sie sich aber letztlich den breiten Bevölkerungsschichten entfremdet.

Kein Grund zum Weinen
Gleichwohl ist nichts vorbei. Das schwierige an der Lage ist, dass hier nur noch alles zu wollen ist. Es hilft kein sozialdemokratisches Betteln um Reformen mehr, überhaupt gibt es nichts mehr von irgendeinem Kapitalisten oder der Regierung zu fordern. Es gibt nur noch die Möglichkeit, die Revolution zu machen. Alles andere ist zumindest in diesem Land in dieser Situation Quark.

Aussichtslos ist das dennoch nicht. Denn die Lage im Land ist unabschätzbar, ein Funke könnte genügen und die aufgestaute Wut, der Hass auf die Zerstörung der eigenen Leben, könnte die Resignation und Verzweiflung aufsprengen. Wie im Dezember 2008, als der Bullenmord an Alexis Grigoropoulos zu jenem Fanal wurde, mit dem langjährige tektonische Veränderungen im gesellschaftlichen Gefüge zum Erdbeben wurden, könnte ein Ereignis reichen, um die Explosion auszulösen, die unter den jetzigen Bedingungen wohl einiges an Sprengkraft aufzuweisen hätte. Ein Bullenangriff zuviel, eine Zwangsdienstverpflichtung zuviel, eine Sparmaßnahme zuviel.

Bis dahin wird die griechische Revolution wohl einiges an Organisationsarbeit leisten müssen – Ansätze dafür gibt es genügend. Damit wir hoffentlich bald mit Marx sagen können, dann „wird Europa von seinem Sitze aufspringen und jubeln: Brav gewühlt, alter Maulwurf!“

*im Text ist die weibliche Form mitzudenken. Aus Zeitgründen war es uns unmöglich, ihn zu gendern. Wir bitten das zu berücksichtigen. Auch wollen wir vorausschicken, dass es sich um eine subjektive „Innenansicht“ des Streiks mit Stand 17 Uhr handelt. Medienberichte und was danach passieren wird, haben wir noch nicht eingearbeitet.


Streikwache vor dem Kurierdienstunternehmen „Geniki Taxydromiki“


PAME-Bühne auf dem Omonia-Platz


Vor der PAME-Bühne um 10:15


PAME-Demonstranten auf dem Weg zum Auftaktort


PAME-Demonstranten auf dem Weg zum Auftaktort


PAME-Demonstranten auf dem Weg zum Auftaktort


PAME-Demonstranten auf dem Weg zum Auftaktort


PAME-Demonstranten auf dem Weg zum Auftaktort


PAME-Demonstranten auf dem Weg zum Auftaktort


PAME-Demonstranten auf dem Weg zum Auftaktort


PAME-Demonstranten auf dem Weg zum Auftaktort


Auf dem Weg zum Polytechnikum


Die zweite Demo beginnt, sich zu formieren


Die Demo formiert sich


Demo auf der Straße des 28 Oktober


Demo auf der Straße des 28 Oktober


Bullen am Syntagma


Große Demo, kurz vor Syntagma


Am Syntagma-Platz


Am-Syntagma-Platz


Gelöschte, vormals brennende Mülltonne nach der Demo in Exarcheia.

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20.02.13: Solidaritätskundgebung mit Generalstreik in Griechenland http://gcr.blogsport.de/2013/02/15/20-02-13-solidaritaetskundgebung-mit-generalstreik-in-griechenland/ http://gcr.blogsport.de/2013/02/15/20-02-13-solidaritaetskundgebung-mit-generalstreik-in-griechenland/#comments Fri, 15 Feb 2013 11:00:42 +0000 Administrator Allgemein http://gcr.blogsport.de/2013/02/15/20-02-13-solidaritaetskundgebung-mit-generalstreik-in-griechenland/ Aus Solidarität mit einem Generalstreik in Griechenland am Mittwoch den 20.Februar, der sich gegen die Spardiktate der EU-Troika und die Einschränkungen des Streikrechts durch die griechische Regierung wendet, rufen wir im Rahmen der Kampagne „Great Crisis Riseup“ am 20.Februar um 11 Uhr zu eine Kundgebung vor dem Griechischen Konsulat am U-BHF Wittenbergplatz auf. Kommt zahlreich! Zeigt Solidarität!

Mittwoch | 20.Februar | 11 Uhr | U-BHF Wittenbergplatz

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Antifa-Demo in Athen, 9.2.13 http://gcr.blogsport.de/2013/02/10/antifa-demo-in-athen-9-2-13/ http://gcr.blogsport.de/2013/02/10/antifa-demo-in-athen-9-2-13/#comments Sun, 10 Feb 2013 20:29:58 +0000 Administrator Allgemein http://gcr.blogsport.de/2013/02/10/antifa-demo-in-athen-9-2-13/ 2000 demonstrieren am Samstag in Athen gegen Nazipartei Chrysi Avgi. Griechische Neonazis wollen in Deutschland Fuß fassen.

In der Athener Alexandrasstraße, zwischen dem Hauptquartier der städtischen Polizei und dem Büro der Nazipartei „Goldenen Morgenröte“ („Chrysi Avgi“) versammelten sich am Samstag Nachmittag rund 2000 Menschen, um gegen Faschismus, Rassismus und die andauernde Gewalt gegen Migranten zu protestieren. Die friedliche Demonstration, zu der unter anderem die in der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Public Issue stimmenstärkste Partei SYRIZA, das Linksbündnis ANTARSYA und die antiautoritäre Bewegung Alpha Kappa aufgerufen hatten, sah sich bereits nach wenigen Minuten einem starken Polizeiaufgebot der Sondereinsatzeinheit MAT gegenüber, die mit Gasmasken und Schilden ausgerüstet den Weg zum Büro der Chrysi Avgi versperrte. Trotz der Provokation kam es zu keinen Zwischenfällen.

Die Goldene Morgenröte, die Umfragen zufolge bei den nächsten Wahlen drittstärkste Kraft werden könnte, fiel indessen in den vergangenen Wochen wieder durch zahlreiche Übergriffe auf. Vor zwei Wochen wurde ein Schüler in der Athener Vorstadt Paleo Faliro nach einer verbalen Auseinandersetzung mit einigen Faschisten Opfer einer Messerattacke, am 2. Februar griff eine Gruppe Neonazis nach einer Demonstration der Chrysi Avgi das soziale Zentrum „Villa Zografou“ an. Am Donnerstag zogen dann etwa 40 Anhänger der Goldenen Morgenröte fremdenfeindliche Parolen rufend vor eine Einrichtung der Hilfsorganisation Médecins du Monde (MdM) im Athener Vorort Perama, wo sie versuchten, die Angestellten durch ihr aggressives Auftreten einzuschüchtern. In einer ersten Stellungnahme gegenüber AFP verurteilten sowohl Nikitas Kanakis, der Präsident der griechischen Sektion von MdM, die sich um die medizinische Versorgung von Migranten kümmert, als auch der Menschenrechtskommissar des Europarats, Nils Muiznieks, den Angriff scharf.

Indessen versuchen die Faschisten offenbar, ihren Einfluss auf im Exil lebende Griechen auszuweiten. Medienberichten zufolge unterhält Chrysi Avgi Kontakte sowohl zur NPD wie auch zu dem sogenannten Freien Netz Süd, einer militanten Neonazikameradschaft. Eine erste Zelle der Goldenen Morgenröte soll bereits in Nürnberg bestehen. Ilias Kasidiaris, Sprecher der Partei, räumte dem britischen Guardian zufolge die Bemühungen, eine Exilorganisation zu schaffen, ein, und betonte die „massenhafte Unterstützung für die Bestrebungen der Goldenen Morgenröte, nicht nur in Deutschland, sondern überall, wo Griechen in der Diaspora leben“.

Anders sieht das die griechische Gemeinde in Nürnberg. „Einstimmig und kategorisch“ wende man sich gegen die Gründung einer Zweigstelle der Chrysi Avgi in Nürnberg. „Rassistische Parolen, intolerante Botschaften und das Schüren von Fremdenfeindlichkeit, Spaltung und Ängsten haben keinen Platz in der Griechischen Gemeinde. Diejenigen, die die Renaissance der Neonazis in der Stadt Nürnberg erwünschen, benötigen dringend psychiatrische Hilfe, werden immer ein Fremdkörper sein und werden von allen lebenden Griechen in unserer Region als Feinde angesehen.“


Straßensperre vor dem „Chrysi Avgi“ Büro


Rund um das Büro ihrer Freunde aus der „Goldenen Morgenröte“ passen die Bullen besonders gut auf

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http://gcr.blogsport.de/2013/02/10/antifa-demo-in-athen-9-2-13/feed/
Fotoserie „Villa Amalias“, 8.2.2013 http://gcr.blogsport.de/2013/02/08/fotoserie-villa-amalias-8-2-2013/ http://gcr.blogsport.de/2013/02/08/fotoserie-villa-amalias-8-2-2013/#comments Fri, 08 Feb 2013 14:02:52 +0000 Administrator Allgemein http://gcr.blogsport.de/2013/02/08/fotoserie-villa-amalias-8-2-2013/ Die Athener Regierung hat einen Weg aus der Krise gefunden. 5 der Millionen Arbeitslosen hat sie wieder eingegliedert. Die 5 Arbeiter sind derzeit damit beschäftigt die „Villa Amalias“, ein vormals seit 22 Jahren besetztes Haus nahe dem Viktoriaplatz, die „Villa Amalias“ umzubauen. Sie bringen Stacheldraht an und mauern Türen zu, als wollten sie ein Gefängnis aus dem sozialen Zentrum machen. Zur Sicherung des Umbaus stehen permanent Bullen in der Gegend herum, mal mehr, mal weniger.

Der Angriff auf die „Villa Amalias“, ein wichtiges Zentrum der anarchistischen und Hausbesetzerbewegung in Athen, war der Eröffnungsschlag einer offenbar langfristig angelegten Strategie zur Bekämpfung widerständiger Gruppen und Zusammenhänge. Beweise für „terroristische Aktivitäten“ wollten die Behörden nach der Räumung der Villa dort gefunden haben, immerhin standen leere Flaschen im Keller des Hauses, das eine Bar unterhält, und aus leeren Flaschen kann man bekanntlich Molotow-Cocktails bauen.

Als sich dann einige das ihnen vom Staat geklaute Haus wiederaneignen wollten, griffen die Bullen hart durch. Es kam zu 92 Festnahmen. Das Haus, einst ein sozialer Treffpunkt für viele und ein in der Nachbarschaft durchaus beliebter Ort, steht jetzt leer und wird von in der Nachbarschaft gar nicht so beliebten Bullen beschützt.

Ähnlich erging es der „Villa Skaramanga“. Hier stehen zwar keine Bullen, aber auch dieses Haus ist nun leer, geräumt nicht lange nach der „Villa Amalias“.

Bemerkenswert ist, dass beide Häuser sich zwischen dem anarchistisch und linksradikal geprägten Viertel Exarcheia und einem Gebiet, das von Chrysi-Avgi-Nazis zunehmend in eine No-Go-Area verwandelt wird, befinden. Aktivisten vor Ort erzählen, dass schon früher in dieser Gegend die Bullen außen, um die faschistischen Bürgerwehren herum, Wache gehalten haben, damit diese ungestört ihrer Lieblingstätigkeit, der bewaffneten Jagd auf „illegale Immigranten“, also jeden, der in ihren Augen nicht „griechisch“ aussieht, nachgehen können. Mit der Räumung der beiden Häuser ist wichtiges Territorium für den Kampf gegen die Faschisten verloren gegangen. Es ist unwahrscheinlich, dass den Behörden das bei der Auswahl ihrer Ziele nicht bewusst war.

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Hamburg: Solidarity with Greek Squats http://gcr.blogsport.de/2013/02/07/hamburg-solidarity-with-greek-squats/ http://gcr.blogsport.de/2013/02/07/hamburg-solidarity-with-greek-squats/#comments Thu, 07 Feb 2013 13:11:36 +0000 Administrator Allgemein http://gcr.blogsport.de/2013/02/07/hamburg-solidarity-with-greek-squats/ Athen hat viele Katalypseis, besetzte Häuser und soziale Zentren, in denen und von denen aus auch außerordentlich viel passiert. Kurse werden organisiert, Infoveranstaltungen, Essen, Musik, die zahlreichen Treffen, um sich auszutauschen, finden dort statt. Weil das der Regierung in Athen nicht passt, fährt sie seit Beginn dieses Jahres verstärkt Angriffe auf diese Räume sozialen Widerstands. Das prominenteste Opfer dieser Angriffe ist die „Villa Amalias“, ein schon ewig lang besetztes Haus, das zu den bekanntesten Squats in der griechischen Hauptstadt zählte. Dieses wurde im Januar geräumt, beim Versuch es wiederzubesetzen, wurden mehr als 90 Menschen festgenommen. Vielen Dank an die Genossen aus Hamburg, die uns die Fotos der Transpis zugeschickt haben. Weiter so, die Kampagne lebt davon, dass ihr Sachen macht, die die Leute mitkriegen, um auf die Situation hier in Griechenland auch noch den letzten deutschen Michel aufmerksam zu machen, der iimmer noch glaubt, die „faulen Griechen“ fressen „uns“ die Haare vom Kopf.

Genossen aus Hamburg schickten uns folgende Fotos in Solidarität mit den von Bullen in Athen geräumten besetzten Häusern:



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Mobi-Aktion zum europäischen Polizeikongress http://gcr.blogsport.de/2013/02/06/mobi-aktion-zum-europaeischen-polizeikongress/ http://gcr.blogsport.de/2013/02/06/mobi-aktion-zum-europaeischen-polizeikongress/#comments Wed, 06 Feb 2013 20:29:08 +0000 Administrator Allgemein http://gcr.blogsport.de/2013/02/06/mobi-aktion-zum-europaeischen-polizeikongress/ Im Rahmen der Kampagne „Great Crisis Riseup 3 – Greek Edition“ führten am 31.Januar 2013 einige Aktivist_innen eine kleine Agit-Prop-Aktion am Kottbusser Tor durch, um zur bevorstehenden unangemeldeten Demonstration gegen den europäischen Polizeikongress am 16.Februar zu mobilisieren.

Vermummte Aktivist_innen setzten in den Abendstunden direkt unter dem Zentrum Kreuzberg am Kottbusser Tor die Pappminiatur eines Polizeifahrzeuges in Brand und verteilten an die neugierigen Passant_innen Flugblätter in denen über die deutsche Beteiligung an der militärischen Flüchtlingsbekämpfung an den griechischen Grenzen informiert wurde, während zeitgleich ein vermummter Aktivist von der Brücke des Zentrum Kreuzberg aus eine Erklärung verlass in der zum Widerstand gegen den Polizeikongress aufgerufen wurde und die Strategen der Aufstandsbekämpfung und Law&Order-Fundamentalisten gewarnt werden das nicht nur Griechenland, sondern auch Berlin für sie nicht länger ruhiges Hinterland ist und sie auch während ihres Kongresses mit Widerstand zu rechnen hätten. Spontan gesellte sich ein kurdischer Aktivist mit einer Öcalan Fahne dazu und drückte so seine Solidarität mit dem Anliegen aus.

Video der Aktion: https://vimeo.com/59088678

Das verteilte Flugblatt:

Die Festung Europa einreißen….
Anläßlich des Europäischen Polizeikongresses 2013: Ein Blick auf die Situation von Flüchtlingen in Griechenland

Griechenland gilt in den Lageeinschätzungen der europäischen Grenzschützer als besonders „gefährlicher“ Hotspot, wenn es darum geht, die EU von allen „unerwünschten“ Menschen abzuschotten. Weil das so ist, ist auch die Situation, der sich Migranten, vor allem sogenannte „illegale“ in Hellas ausgesetzt sehen, besonders prekär. Mitte 2012 begann die Aktion „Xenios Zeus“, eine staatlich organisierte Hetzjagd auf Menschen ohne Papiere, bei der griechenlandweit Tausende willkürlich festgenommen und in die „Aufnahmelager“ Amygdaleza und Korinth verschleppt wurden.
Zusätzlich wurde, zur weiteren „Sicherung“ der Außengrenzen im Dezember 2012 eine etwa 10 Kilometer lange Strecke der türkisch-griechischen Landgrenze mit einem Sperrzaun aus Stahl und Stacheldraht, bestückt mit Wärmebildkameras, versehen. Diejenigen, die es dennoch ins Land schaffen, sehen sich der Unmöglichkeit ihr Asylrecht geltend zu machen, einer fremdenfeindlichen Beamtenwillkür sowie der allgemein xenophoben Stimmung in Teilen der griechischen Gesellschaft ausgesetzt. Amnesty International und andere Menschenrechtsorganisationen sprechen bereits von einer „humanitären Krise“, deren drastischer Ausdruck die regelmäßigen Übergriffe griechischer Neonazis der Partei „Chrysi Avgi“ darstellen. In Gruppen von 20-30 mit Stöcken und Flaschen bewaffneter Vermummter überfallen diese Migranten, schlagen sie zusammen oder zerstören ihre Läden und damit ihre Lebensgrundlage. Auch vor Mord schrecken sie nicht zurück.

Deutsche Bullen morden mit
Die europäische Polizeizusammenarbeit, die auf dem Polizeikongress 2013 in Berlin ein weiteres Mal als große Errungenschaft des Integrationsprozesses zelebriert wird, ist fester Bestandteil dieses umfassenden Regimes der Diskriminierung, Ausgrenzung und letztlich des Mordes an Menschen, die – woher und mit welchen Gründen auch immer – versuchen, in die Europäische Union zu gelangen. So versehen etwa deutsche Bullen ihren Dienst an der griechisch-türkischen Grenze – zu Wasser wie zu Land. Sie sind damit Teil jener inhumanen Abschottungspolitik, die seit 1993 Schätzungen zufolge mindestens 15 000 Menschen das Leben gekostet hat, die Dunkelziffer der vermissten und nicht registrierten Toten dürfte weit höher liegen.
Den deutschen Bullen bereiten die Bilder der Leichen von Frauen, Männern und Kindern offenbar keine schlaflosen Nächte, sie tun ja nur ihren „Dienst“. Stolz erzählen sie in Presseinterviews von ihren „Erfolgen“, Erfolge, die für andere den sicheren Tot bedeuten.
Wer sich auf diese Logik des bedingungs- und gewissenlosen Befehlsempfangens eingelassen hat, der kann nicht erwarten, dass diejenigen, die das nicht tun, seine Gründe anerkennen. Wer bewusst den tot dieser Menschen in Kauf nimmt, um den ohnehin erraubten Wohlstand westlicher Staaten und ihrer Kapitalisten vor „Armutsflüchtlingen“ zu schützen, der muss mit Widerstand rechnen. Deshalb rufen wir euch auf, euch an den Protesten gegen den Polizeikongress 2013 zu beteiligen – mit welchen Aktionsformen auch immer.

Beteiligt Euch an der Kampagne „Great Crisis Riseup – Greece Edition“
Stört den Bullenkongress so gut ihr könnt

Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin [ARAB]

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http://gcr.blogsport.de/2013/02/06/mobi-aktion-zum-europaeischen-polizeikongress/feed/
Fotoreportage – Seeleute-Streik, Athen 6.2.2013 http://gcr.blogsport.de/2013/02/06/seeleute-streik-athen-6-2-2013/ http://gcr.blogsport.de/2013/02/06/seeleute-streik-athen-6-2-2013/#comments Wed, 06 Feb 2013 19:08:18 +0000 Administrator Allgemein http://gcr.blogsport.de/2013/02/06/seeleute-streik-athen-6-2-2013/ Die griechische Regierung beendet den Streik der Seeleute mit einer Zwangsdienstverpflichtung. 8000 Menschen auf einer Solidaritätsdemo mit den Streikenden

Bullen gegen Matrosen
Regierung in Athen geht gegen den Streik der Seeleute in Athen mit einer Notstandsverordnung vor und lässt diese von der Polizei durchsetzen.

Nachdem die Athener Regierung des konservativen Ministerpräsidenten bereits Ende Januar eine seit 1974, dem Ende der Militärjunta, nur etwa zehn Mal eingesetzte Notstandsverordnung eingesetzt hatte, um streikende Metroarbeiter zurück zur Arbeit zu zwingen, setzte sie dieses Mittel nun auch gegen Seeleute ein, die seit vergangenen Donnerstag im Ausstand gewesen waren. Die Seeleute protestieren gegen Personalmangel, hohe Arbeitslosigkeit – etwa 50% der registrierten Seeleute sind ohne Erwerbstätigkeit –, massive Lohnkürzungen und eine Reform des Schiffahrtssektors, die weitere Jobs kosten wird.
Nachdem am Dienstag Verhandlungen zwischen der PNO, der Gewerkschaft der Seeleute, und der Regierung gescheitert war, kündigte die Athener Koalition an, erneut die Dienstverpflichtung, die „Civil Mobilization Order“, anzuwenden, was für die Arbeiter bedeutet: Zurück zum Malochen oder Knast. Die kommunistische Partei KKE, die linkssozialistische SYRIZA und eine Reihe weiterer kommunistischer und anarchosyndikalistischer Organisationen kritisierten das Vorgehen scharf, die PNO selbst kündigte an, den Streik weitere 48 Stunden fortsetzen zu wollen.

MAT zwingt Seeleute zur Arbeit
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch war es dann so weit: Die martialisch aussehenden Sondereinsatzschweine der MAT kamen im Hafen von Pyräus an und trieben die Arbeiter zurück an die Arbeit. Streikwachen wurden davon abgehalten, Passagiere am Betreten der Fähren und Fracht am Verladen zu hindern. Gegen sechs Uhr ist der Spuk vorbei, ein erstes Schiff läuft aus. Dennoch befinden sich ständig mehrere Hundert Arbeiter, mehrheitlich Mitglieder der kommunistischen Gewerkschaft PAME, im Hafen, um ihre Kollegen zu unterstützen.
Für 10:30 ist dann eine Solidaritätsdemonstration zum Schiffahrtsministerium angesetzt, tausende Arbeiter kommen und beteiligen sich, die Stimmung ist kämpferisch. Die Reihen der KKE und PAME gehen in Ketten, mit Motorradhelmen und Knüppelfahnen. Man sieht Fahnen der beiden linkssozialistischen Organisationen ANTARSYA und SYRIZA, verschiedener Gewerkschaften, schwarz-rote Fahnen der Anarchosyndikalisten.
Weit kommt der Protestzug allerdings nicht. Die erste kleinere Straße ist von den Bullen mit Bussen zugestellt, eine Reihe Riotcops mit Schildern und Gasmasken steht davor, viele mehr warten im Hintergrund. Man verhandelt kurz, dann wird entschieden, die Demonstration aufzulösen, die Menschen strömen zurück nachhause, Arbeiten müssen sie heute nicht, denn die Gewerkschaftsdachverbände GSEE und ADEDY haben kurzfristig einen 24-stündigen athenweiten Streik ausgerufen.

Kein Erfolg
Trotz der kraftvollen Demonstration war der Tag kein Erfolg für die griechische Arbeiterklasse. Dass die Regierung ihren Angriff auf das Streikrecht erneut führen konnte, und nach den Metroarbeitern nun auch die Seeleute der „Dienstverpflichtung“ gehorchen mussten, ist ein alarmierendes Zeichen. Ein Genosse aus Athen erklärt, Gewalt bei der Demo sei „pointless“ gewesen, wozu soll man sich mit Cops prügeln, um zum Schiffahrtsministerium gehen zu dürfen. Am morgen allerdings, als die Bullen die Seeleute zum Arbeiten zwangen, da wäre der Einsatz von Gewalt sinnvoll gewesen. Dieser Einschätzung ist zuzustimmen. Gelingt es nämlich nicht, die Athener Regierung an ihrem permanenten Einsatz der autoritären Dienstverpflichtung zu hindern, ist ein weiterer Schritt in Richtung Zerschlagung der Arbeiterbewegung getan. Dann nämlich sind nur noch symbolische Streiks möglich, solche, die nicht wehtun. Es bleibt zu hoffen, dass die griechische Arbeiterklasse eine angemessene Antwort auf die Politik Samaras, der wieder einmal im Interesse des Großkapitals auf diktatorische Mittel zurückgegriffen hat, finden wird. Möglicherweise ist der Generalstreik am 20. Februar ein Anfang.


Wir kommen um 6 Uhr früh im Gate E3 des Hafens Pyräus an. Die Sondereinsatzbullen der MAT verlassen gerade, nachdem sie einige Arbeiter mit Gewalt zum Betreten ihrer Schiffe gezwungen haben, die Szene.


Rund 300 Arbeiter sind bereits in der früh zur unterstützung ihrer Kollegen im Gate E3 anwesend.


Torschutz der kommunistischen Gewerkschaft PAME.


Streikende im Hafen


Streikende im Hafen


Ein erstes Schiff verlässt den Hafen, die Regierung hat sich mit ihrer autoritären Streikbrecherstrategie durchgesetzt.


Im Hintergrund sammeln sich die ersten Demonstranten der kommunistischen Gewerkschaft PAME für die auf 10:30 terminierte Großdemo.


PAME stellt sich auf, um gemeinsam zur Demo zu gehen.


Tausende PAME-Arbeiter auf dem Weg zur Demo.


Tausende PAME-Arbeiter auf dem Weg zur Demo.


Ein Teil der Demonstration.


Ein Teil der Demonstration.


Kollegen der linkssozialistischen ANTARSYA auf dem Weg zur Demo.


ANTARSYA auf dem Weg zur Demo.


Die Demonstration stellt sich auf.


PAME-Mitglieder formieren ihren Block.


Nach etwas mehr als 15 Minuten stoppt die Hafenpolizei die Demonstration. Die völlig friedlichen Protestierenden werden am weitergehen gehindert.


Bullen mit Schildern und Gasmasken stoppen den Demozug.


Vor den Bullenreihen formieren sich gekettete Reihen des PAME- und KKE- Demoschutzes. Zu Auseinandersetzungen kommt es allerdings nicht.


Noch mehr Bullen.


Die Vorsitzende der kommunistischen Partei Aleka Papariga und Gewerkschaftfunktionäre verhandeln, ob die Demo weiterziehen darf.


Nachdem die Polizei der Demonstration das Weitergehen verboten hat, bewegen sich Demonstranten zurück zum Ausgangspunkt.

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